Christian RuppeltProjekt - Case Study
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Case Study · Fotostudio, Leuchtturm & Prozessdigitalisierung

Aus einer Website wurde Leuchtturm.

Für das Fotostudio Sichtweisen wurde aus einer Portfolio-Website über Jahre ein eigenes Arbeitswerkzeug: Leuchtturm bündelt Website, Kontaktanfragen, Shops, Kindergarten- und Schulgalerien, Kundendaten und interne Studioabläufe.

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ProjektFotostudio Sichtweisen
RolleKonzept · Design · UX · Full-Stack
FokusWebsite · Leuchtturm · Galerien · Prozesse
StatusLeuchtturm: gewachsene Live-Codebase
Ausgangslage

Am Anfang stand eine schlichte Portfolio-Website.

Die erste Version war eine einfache TYPO3-Website: Portfolio zeigen, Studio erklären, Kontakt ermöglichen. Nichts Spektakuläres, aber wichtig als digitale Visitenkarte.

Nach und nach wurde daraus eine eigene Slim3-Anwendung mit kleinem Backend. Dieses System hieß intern Leuchtturm. Zunächst ging es weiterhin um Galeriepflege, Inhalte und Kontaktanfragen. Dann kamen echte Studioanforderungen dazu.

Der entscheidende Punkt: Die Website von Sichtweisen blieb nicht bei der Außenwirkung stehen. Leuchtturm wurde immer stärker zur Arbeitsoberfläche für das Studio.

Mein Beitrag

Design, UX, Frontend, Backend und Prozesslogik aus einer Hand.

Ich habe die Website von Sichtweisen und Leuchtturm über viele Jahre konzipiert, gestaltet, entwickelt und weiterentwickelt: Layout, Nutzerführung, Texte, Produktdarstellung, Frontend, Backend, Checkout, Galerien und interne Werkzeuge.

Dadurch war die Grenze zwischen Marketing-Website und Studio-Software nie hart. Jede neue Funktion in Leuchtturm entstand aus einem konkreten Problem im Alltag des Studios.

Leuchtturm startete klein und wurde größer, sobald echte Arbeitsabläufe im Fotostudio bessere Werkzeuge brauchten.

  • Relaunch von Portfolio und Website-Struktur
  • Entwicklung von Leuchtturm als schlankes Backend für Inhalte, Galerien und Anfragen
  • Bildershop für ausgewählte Fotoprodukte mit Produktdarstellung und Checkout
  • Gutscheinshop mit eigenem Verkaufs- und Bestellprozess
  • Kundenverwaltung mit Profilen, Stimmen, Shootings und Galerien
  • native macOS-App für einfache große Dateiübertragungen
  • Fotobox-Hardware, eigene Software und Galerieanbindung
  • laufende Optimierung anhand echter Nutzung im Studioalltag
Prozessdigitalisierung

Aus Mappen und Verkaufstagen wurden digitale Galerien.

Besonders sichtbar wurde der Nutzen bei Kindergarten- und Schulshootings. Früher mussten Bildmappen vorbereitet, mitgenommen und vor Ort verkauft werden. Das erzeugte viel Vorarbeit, obwohl vorher nicht klar war, welche Bilder Eltern wirklich bestellen würden.

Der Prozess wurde schrittweise digitalisiert: Eltern erhalten einen Link, melden ein oder mehrere Kinder an, das Studio druckt daraus eine Produktionsliste, lädt nach dem Shooting die Bilder in einzelne Galerien hoch und die Eltern bestellen online.

Heute steckt dahinter ein deutlich anspruchsvollerer Ablauf: Anmeldung, Zuordnung, Galerie, Benachrichtigung, Produktauswahl, Bestellung und Produktionsgrundlage greifen ineinander.

  • Online-Anmeldung für ein oder mehrere Kinder
  • Produktionslisten für den Shooting-Tag
  • Einzelgalerien mit automatischer Benachrichtigung
  • Shop mit Angeboten, Größen und Produktvarianten
  • digitale Bestellungen als Grundlage für Bearbeitung und Produktion
Dateiübergabe

Große Downloads ohne Dropbox-Umweg.

Ein Fotostudio muss regelmäßig große Dateien an Kund:innen übergeben. Dafür sollte niemand jedes Mal FTP-Programme bedienen, Upload-Limits erklären oder zusätzliche externe Dienste bezahlen müssen.

Für Sichtweisen entstand deshalb eine kleine native macOS-App als Upload-Werkzeug: Datei hineinziehen, loslassen, der Rest passiert im Hintergrund. Nach dem Upload spricht die App mit dem System Leuchtturm, das die Datei übernimmt, einen Datensatz anlegt und Zugangsdaten für den Download erzeugt.

Im Backend kann der Download anschließend einem Kundenprofil zugeordnet oder direkt als Link verschickt werden. So entsteht aus einem großen Datei-Upload ein einfacher Vorgang im Studioalltag.

Der Maßstab war der Studioalltag: große Dateien übergeben, ohne jedes Mal ein eigenes Werkzeug erklären oder einen externen Dienst bemühen zu müssen.

Fotobox

Aus vermietbarer Hardware wurde ein eigenes kleines Produkt.

Neben der Website entstand für Sichtweisen auch eine eigene Fotobox. Die erste Version nutzte noch einen Windows-PC, gekaufte Fotobox-Software, Touchdisplay, Kamera, Blitz und Fotodrucker.

In der zweiten Iteration wurde daraus eine deutlich kleinere Holzbox mit eigener Software auf Raspberry-Pi-Basis. Die Box funktioniert autark als vermietbares Studioangebot und wird fachlich weiterentwickelt.

Die Verbindung zur Website entsteht über eigene Fotobox-Galerien: Kund:innen können Bilder, die nicht vor Ort gedruckt wurden, später kostenlos online herunterladen. Auch hier geht es wieder um denselben Gedanken: Das Erlebnis hört nicht beim Shooting oder Event auf.

Die nächste fachliche Richtung ist weniger Nacharbeit nach dem Event: Fotos sollen nicht erst mühsam von der Box geholt, sortiert und manuell in eine Galerie überführt werden müssen.

Die Fotobox zeigt eine andere Facette der Arbeit für Sichtweisen: Hardware, Software und Website greifen zusammen, weil der Studioalltag genau solche Übergänge braucht.

Leuchtturm

Aus CMS wurde Leuchtturm: CRM, Shop und Studioverwaltung.

Mit jedem neuen Ablauf kamen weitere Daten und Verbindungen dazu: Kund:innen, Shootings, Galerien, Stimmen, Bestellungen, Produkte und interne Notizen. Was als kleines CMS begann, wurde in Leuchtturm zur Steuerungsstelle des Studios.

Der nächste logische Schritt ist die weitere Integration kaufmännischer Abläufe, etwa Rechnungsstellung direkt aus Leuchtturm heraus. Der Grund ist pragmatisch: Externe Werkzeuge erzeugen im Alltag zusätzliche Übergaben.

Dazu kommen geplante Funnel-Seiten für konkrete Angebote: sarahs-fotobox.de für die Fotobox und hochzeitsfotograf-einbeck.de beziehungsweise hochzeitsfotografin-einbeck.de für Hochzeitsfotografie. Die Seiten sollen eigenständig wirken, aber Anfragen und Inhalte weiterhin an Leuchtturm anbinden.

Die wichtigste Erkenntnis: Im Studio entstehen Probleme selten an einer einzelnen Stelle. Sie entstehen an den Übergaben zwischen Anfrage, Shooting, Galerie, Auswahl, Bestellung und Abrechnung.

Bedeutung

Leuchtturm war der praktische Vorläufer von Leuchtturm.app.

Sichtweisen zeigt als Fotostudio, welche Abläufe im Alltag wirklich entstehen: Anfrage, Shooting, Galerie, Auswahl, Bestellung, Download und Abrechnung. Leuchtturm war das Arbeitswerkzeug, in dem diese Abläufe nach und nach zusammengewachsen sind.

Gleichzeitig wurde an der alten Codebase sichtbar, was bei einer individuellen Lösung irgendwann bremst: viele Sonderfälle, enge Kopplung an ein Studio und wenig Luft für Mandantenfähigkeit. Leuchtturm.app nimmt diese Erfahrung auf und baut sie als neues Produkt für mehrere Fotograf:innen neu.

Die Grundidee bleibt: Fotografie braucht einen roten Faden vom ersten Kontakt bis zur fertigen Bestellung.

  • Webentwicklung
  • UX
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  • E-Commerce
  • Galerien
  • CRM
  • Hardware