Case Study · SaaS, Studioabläufe & Produktentwicklung
Die Website, die nach dem Kontaktformular nicht aufhört.
Leuchtturm.app ist eine Multi-Tenant-SaaS für Solo-Fotograf:innen und kleine Studios. Das Produkt ordnet den Büroalltag rund um Fotografie: Anfragen, Kund:innen, Termine, Aufträge, Galerien, Bildauswahlen und nächste Aufgaben.
Fotostudios haben selten nur ein Tool-Problem.
Eine Anfrage kommt über Website, Mail, Telefon oder unterwegs rein. Danach beginnt oft die eigentliche Sortierarbeit: Was will die Kundin? Ist das ein neuer Kontakt? Muss geantwortet werden? Wird daraus ein Auftrag? Wo landet später die Galerie? Kommt die Bildauswahl sauber zurück?
Viele Werkzeuge lösen einzelne Ausschnitte: Website, E-Mail, Kalender, CRM, Galerie oder Dateiversand. Die Verantwortung für den roten Faden bleibt aber beim Fotografen.
Der praktische Ursprung liegt auch in Sichtweisen: Dort wurde sichtbar, wie schnell aus echten Anfragen, Rückfragen, Terminen und Bildauswahlen ein Studioalltag entsteht, den eine normale Website nicht mehr abbildet.
Ein geführter Studioablauf statt isolierter Funktionsinseln.
Leuchtturm verbindet Website, Kontaktanfrage, Inbox, Kund:innen, Auftrag, Kalender, Galerie und Bildauswahl zu einem zusammenhängenden Ablauf.
Die Steuerzentrale ist die Inbox. Dort landen neue Anfragen, wartende Entscheidungen, Rückmeldungen aus Galerien, Wiedervorlagen und nächste Aufgaben. Sie soll Orientierung geben, nicht nur Listen anzeigen.
Leuchtturm soll nicht die kreative Arbeit ersetzen. Es soll das Bürochaos rund um gute Fotografie ordnen.
- Kontaktanfragen bleiben als Ursprung sichtbar und werden nicht automatisch zu Kund:innen oder Terminen
- Fotograf:innen prüfen Signale, antworten direkt und entscheiden über den nächsten Schritt
- Aus Anfrage oder Kontakt entsteht ein Auftrag mit Session, Status und Verbindung zum Kundenprofil
- Galerien gehören zu Aufträgen und führen Kundenaktionen wieder strukturiert zurück
- Bildauswahlen werden nicht irgendwo abgelegt, sondern als Aufgabe im Studio sichtbar
Die Backend-Screens zeigen den Studiofluss am Schreibtisch: Inbox, Auftrag, Kontakte und Kalender.
Breaking Dawn beweist den Weg vom Kontakt bis zur Auswahl.
Das erste MVP heißt intern Breaking Dawn. Es soll nicht das gesamte Studio ersetzen, sondern einen echten Auftrag einmal durch den Leuchtturm-Kern tragen: vom ersten Kontakt bis zur Galerieauswahl.
Der Flow startet bei einer einfachen Leuchtturm-Website, führt über Kontaktformular, Inbox, Signalprüfung, Kontakt- und Auftragserstellung bis zu Kalender, Galerie, Freigabelink und zurücklaufender Bildauswahl.
Das Erfolgskriterium ist einfach: Damit kann ich einen echten Auftrag vom ersten Kontakt bis zur Galerieauswahl durchziehen.
Leuchtturm beginnt nicht erst am Schreibtisch.
Die iOS Companion App ist kein vollständiger mobiler Leuchtturm. Sie ist ein schneller Eingang für den Studioalltag unterwegs: Notizen, Termine, optionaler Kundenbezug und späteres sauberes Prüfen im Backend.
Pairing, Geräteverwaltung, Push-Präferenzen, Kundenliste sowie Notiz- und Terminaufnahme laufen über eine eigene Companion API. Was unterwegs entsteht, landet wieder in der Inbox des jeweiligen Studios.
- Notizen und Termine schnell erfassen, ohne vorher alles sauber zuzuordnen
- mobile Erfassungen als Aufgaben im Studio prüfen
- Geprüfte Termine im Kalender sichtbar machen
- Keine automatische Kundenentscheidung, keine OCR, keine KI-Auswertung
Die Screens zeigen den schmalen Companion-Zweck: schnell erfassen, später sauber im Studio prüfen.
Einfach, datensparsam und ohne falsche UI-Versprechen.
Leuchtturm ist kein generischer CRM-Baukasten. Das Produkt soll fachlich verstehen, was in einem Fotostudio passiert, ohne zu einer überdimensionierten Workflow-Engine zu werden.
Eine harte Regel aus der UX-Arbeit: Sichtbare UI darf keine falschen Versprechen machen. Wenn ein Wizard, Button oder Status sichtbar ist, muss die Funktion dahinter speichern, auslösen oder klar deaktiviert sein.
- einfach statt komplex
- Fotograf:innen im Mittelpunkt
- datensparsam und transparent
- europäische Infrastruktur, bevorzugt deutsche Anbieter
- keine KI-Funktionen im Produkt
- keine isolierten Funktionsinseln
Eine neue Codebasis für ein echtes SaaS-Produkt.
Leuchtturm entsteht als Multi-Tenant-SaaS mit zentraler Plattformdatenbank und eigener Datenbank je Tenant. Die Codebasis ist domänenorientiert strukturiert und trennt Plattform, Studio-Backend, Companion API und tenant-spezifische Daten sauber voneinander.
Die produktionsnahe Umgebung läuft servernah genug, um Dinge realistisch zu testen, die lokal wenig aussagekräftig sind: Queues, Mailversand, Uploads, Bildverarbeitung, Companion API und SSL-/Domain-Setups.
- Laravel 13, PHP 8.4, PostgreSQL, Livewire und Bootstrap 5
- eigene Tenant-Datenbanken plus zentrale Plattformdatenbank
- Queues, Scheduler, Filesystem Disks und perspektivisch Redis
- Hetzner-Serverumgebung mit Nginx, PHP-FPM, PostgreSQL, Supervisor und Certbot
- Domains unter anderem für App, Backend und Companion API
Ein erster durchgängiger Produktkern.
Der aktuelle Stand beweist vor allem die Produktlogik: Leuchtturm kann Informationen aufnehmen, fachlich einordnen, in Studioobjekte überführen und Kund:innenaktionen wieder in den Arbeitsfluss zurückholen.
Damit ist der Kern noch kein fertiges Studiosystem. Aber er zeigt, dass aus dem diffusen Alltag zwischen Anfrage, E-Mail, Kalender, Galerie und Auswahl ein zusammenhängendes Produktmodell werden kann.